Wir pflegen in Niedersachsen war aktiv auf dem Stadtfest in Hemmingen
Was kann auf kommunaler Ebene konkret für pflegende Angehörige getan werden?
Diese Frage stand im Mittelpunkt eines intensiven Austauschs zwischen Eva Bender, Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin der Region Hannover, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. von wir pflegen in Niedersachsen e. V.
Eva Bender zeigte großes Interesse an der Arbeit und den Anliegen von wir pflegen e. V. und insbesondere an der Lebenssituation der Menschen, die tagtäglich Angehörige zu Hause versorgen. Im Gespräch ging es nicht nur um die großen Herausforderungen des Pflegesystems, sondern vor allem um die Frage, welche konkreten Verbesserungen vor Ort möglich sind.
Pflege findet zu Hause statt – und damit auch vor Ort
Für viele pflegende Angehörige entscheidet sich die Qualität ihres Alltags nicht in Berlin, sondern unmittelbar in ihrer Kommune: Gibt es eine erreichbare Beratung? Sind Entlastungsangebote bekannt und verfügbar? Gibt es Kurzzeitpflegeplätze? Wo können Angehörige Unterstützung und Austausch finden? Und wie werden Menschen erreicht, die aufgrund ihrer Pflegesituation kaum Zeit haben, selbst Hilfe zu suchen?
Eva Bender fragte gezielt nach diesen konkreten Herausforderungen und wollte wissen, welche politischen und kommunalen Handlungsmöglichkeiten bestehen.
Aus Sicht von wir pflegen e. V. braucht es eine kommunale Pflegepolitik, die pflegende Angehörige nicht als „Privatsache“ betrachtet, sondern als unverzichtbaren Bestandteil der pflegerischen Versorgung anerkennt.
Was Kommunen konkret tun können
Im Austausch wurden unter anderem folgende Handlungsfelder deutlich:
- aufsuchende und niedrigschwellige Pflegeberatung, die Angehörige tatsächlich erreicht,
- bessere Vernetzung der vorhandenen Beratungs- und Unterstützungsangebote,
- ausreichende und wohnortnahe Kurzzeit- und Verhinderungspflege,
- Entlastungsangebote, die flexibel und alltagstauglich genutzt werden können,
- Unterstützung und Förderung von Selbsthilfegruppen, insbesondere im ländlichen Raum und auch digital
und vor allem:
Pflegende Angehörige müssen bei Entscheidungen, die ihre Lebenssituation betreffen, beteiligt werden.