Pressemitteilung zu den Kommunalwahlen in Niedersachsen 2026
PRESSEMITTEILUNG
Kommunalwahlen in Niedersachsen 2026
„Kommune kann!“
Hannover, 13. April 2026.
Mit Empfehlungen zur Stärkung der kommunalen Pflegeversorgung
gibt der Landesverein wir pflegen in Niedersachsen e.V. heute den Startschuss zum
Kommunalwahlkampf in Niedersachsen.
„Über 6 Millionen wahlberechtigte Bürger*innen in Niedersachsen sind am 13. September 2026
aufgerufen, Vertreter*innen für ihre Kreistage, Regionsversammlungen, Stadt-, Gemeinde- und
Ortsräte zu wählen. Auch einige Bürgermeister und Oberbürgermeister werden gewählt werden.“
konstatiert der Landesverein.
„Rund 70.000 Kandidat*innen stellen sich landauf und landab für über 20.000 kommunale Ämter
zur Wahl,“ hat Christiane Hüppe, Vorsitzende des Landesvereins, recherchiert. „Doch was wissen
diese Personen über den akuten Pflegenotstand im Land und in ihren Kommunen?“
In einer Broschüre zu den Kommunalwahlen 2026 berichtet wir pflegen in Niedersachsen e.V.
von weit über 600.000 pflegebedürftigen Menschen im Land, die überwiegend zuhause von Anund
Zugehörigen betreut und gepflegt werden. Weniger als 14 % werden in stationären Pflege
Einrichtungen versorgt, doch auch dort hängt die Qualität der Pflege zunehmend vom Einsatz
der Angehörigen und Nahestehenden ab.
„Nicht nur ältere Menschen, auch Kinder mit Behinderungen, Erwachsene mit chronischen
Krankheiten, Partner, Eltern und Großeltern sind betroffen,“ betont Christiane Hüppe.
„Angehörige leisten den Löwenanteil aller Pflege in Niedersachsen. Sie pflegen im Schnitt über 50
Stunden pro Woche. Kein Wunder wird der wirtschaftliche Wert ihrer unbezahlten Pflegeleistung
in Niedersachsen auf über 20 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt!“
„Und dennoch,“ klagt Christiane Hüppe, „werden sie in der häuslichen Pflege und stationären
Unterstützung oft allein gelassen. Immer mehr sind wegen fehlender Entlastung physisch,
psychisch und sozial überlastet und selbst gesundheitlich gefährdet. Experten schätzen, dass in
Niedersachsen bereits bis zu 50.000 Familien gezwungen sind, über Agenturen ausländische
‚Live-In‘ Betreuungskräfte anzustellen, um die mangelnde Pflegeversorgung zu kompensieren.“
Doch „Kommune kann!“ sagt Christiane Hüppe. „Als pflegende An- und Zugehörige melden wir
uns frühzeitig zu Wort und mischen uns in den Wahlkampf ein. Wir sagen: Land und Kommunen
können viel mehr bewirken, um die Pflegeversorgung zu verbessern! Deshalb richten wir mit
dieser Broschüre Vorschläge zur Verbesserung der Pflegeplanung und Pflegeentlastung an
kommunalen Entscheidungsträger, Kandidat*innen und politische Parteien.“
„Pflege findet statt vor Ort: in Privathaushalten, im Quartier und in Kommunen. Hier müssen
Maßnahmen zur Pflegeversorgung geplant, koordiniert und umgesetzt werden, um An- und
Zugehörige in der häuslichen Pflege und in der stationären Begleitung maßgeblich zu entlasten.
Im Rahmen kommunaler Möglichkeiten lässt sich deutlich mehr bewirken – doch es bedarf des
politischen Willens! Deshalb gilt: wer zur Kommunalwahl keine konkreten Vorschläge zur
Verbesserung der Pflege nennen kann, kann auch nicht gewählt werden!“
Die Broschüre zur Kommunalwahl „Pflege geht uns alle an – Empfehlungen pflegender
An- und Zugehöriger zur Stärkung der kommunalen Pflegeversorgung“ ist digital
erhältlich über die Webseite des Vereins erhältlich. Anfragen für Druckexemplare bitte
an
ENDE
Pressekontakte:
o Christiane Hüppe.
o Landesverein wir pflegen in Niedersachsen e.V. – https://wir-pflegen-niedersachsen.de
o Bundesverband wir pflegen e.V. – https://wir-pflegen.net