Pressemitteilung 13. Mai 2024
„Nicht zu fassen. Jetzt müssen wir auch noch für unsere Selbsthilfe betteln gehen,“ war der erste Gedanke, als Christiane Hüppe (pflegende Angehörige und Vorstandsmitglied) Ende März den Brief der Krankenkassen öffnete. Es war der Ablehnungsbescheid der Kassen zum Antrag auf Pauschalförderung des Landesvereins wir pflegen –Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger in Niedersachen e.V..
„Das mussten wir erstmal sacken lassen“ sagt Hüppe. „Als pflegende An-und Zugehörige leisten wir 84% aller Pflege in Niedersachsen – ohne Entgelt, oft rund um die Uhr, mit wenig Wertschätzung und meist viel zu wenig Entlastung. Wir sparen der Gesellschaft und den Kassen Milliarden. Und die verweigern uns noch Zuschüsseum unsere Selbsthilfeaktivitäten in Niedersachsen zu entwickeln. Das können die Angehörigen nur als Ohrfeige für ihre Arbeit werten.“
„Mit der Ablehnung der Förderung weigern sich die Krankenkassen, die oft extremen emotionalen, psychischen, körperlichenund gesamtgesundheitlichen Belastungen der Angehörigen anzuerkennen. Sie argumentieren, dass die Maßnahmen unseres Vereins zur Prävention der Überbelastung nicht förderfähig sind,“ erklärt Silvia Kaes, selbst pflegende Angehörige und Mitglied des Landesvorstands. „Pflegebedürftige Personen und ihre Angehörigen sind es leider schon gewohnt, dass individuelle Anträge auf Entlastungsleistungen zunächst meist abgelehnt werden. So werden wir gezwungen, Widerspruch einzulegen. Dass vielen dazu die Kraft und das Know-how fehlt, spart den Kassen viel Geld."
Die vollständige Pressemitteilung steht hier zum Download bereit:
Pressemitteilung Ablehnung Pauschalförderung